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LIBOR

Umstellung vom LIBOR und anderen Interbankensätzen auf Ersatzreferenzzinssätze

Einleitung

Die London Interbank Offered Rate (gewöhnlich „LIBOR“ genannt) wird voraussichtlich bis Ende 2021 eingestellt und ersetzt.  Andere Leitzinsen werden voraussichtlich ab diesem Zeitpunkt oder später nicht mehr veröffentlicht und werden ebenfalls ersetzt. 

Andere bestehende Zinssätze bleiben erhalten, wurden oder werden jedoch reformiert und bleiben neben den Ersatzreferenzzinssätzen bestehen.

Was ist der LIBOR?  Was sind Interbankensätze?

Der LIBOR ist der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig kurzfristige Kredite gewähren.  Banken können sich in zahlreichen Währungen (US-Dollar, Pfund Sterling, Euro, Yen und Schweizer Franken) für verschiedene Zeiträume (über Nacht bis zu 12 Monaten) Geld leihen, und dafür werden jedes Mal unterschiedliche Zinssätze berechnet.  In anderen Finanzzentren rund um den Globus werden andere Zinssätze verwendet, wenn Banken sich untereinander Geld leihen, und von Kreditgebern herangezogen („Interbankensätze“) wie zum Beispiel der HIBOR in Hongkong und der TIBOR in Tokio. 

Der LIBOR ist einer der am meisten verwendeten Zinssätze an den globalen Finanzmärkten.  Er wird für die Bestimmung der zu zahlenden Zinssätze für Kredite, Anleihen, Hypotheken, Derivate und viele andere Arten von Finanzkontrakten und Investments verwendet, die sich zusammen auf Billionen US-Dollar belaufen. In anderen Ländern können die lokalen Interbankensätze für ähnliche Zwecke verwendet werden, wenngleich das Volumen der Transaktionen nicht so hoch ist wie beim LIBOR. 

Warum werden der LIBOR und andere Interbankensätze nicht mehr veröffentlicht?

Der LIBOR-Satz basiert auf Zinssätzen, die von einer Gruppe von Banken angegeben werden und den Zinssätzen entsprechen, die diese Banken anderen Banken zahlen müssen, um sich Geld von ihnen zu leihen.  Diese angegebenen Zinssätze müssen auf tatsächlichen Transaktionen basieren, aber seit der globalen Finanzkrise von 2007 bis 2009 ist die Zahl dieser Transaktionen stark zurückgegangen, weil andere Finanzierungsmodelle genutzt werden. Aufgrund dieses Mangels an Daten ist der LIBOR nicht mehr so verlässlich.  Außerdem gab es Bedenken über den Ruf des LIBOR, nachdem aufgedeckt wurde, dass die von einigen Marktteilnehmern ungefähr zur Zeit der globalen Finanzkrise angegebenen Zinssätze manipuliert waren. Der Financial Stability Board empfahl 2014, den LIBOR und andere wichtige Zinssätze zu reformieren oder zu ersetzen.  Die FCA gab 2017 bekannt, dass es nicht wünschenswert für Marktteilnehmer sei, sich auf unbestimmte Zeit auf Referenzzinssätze zu verlassen, denen kein aktiver Markt zugrunde liegt, und dass die FCA von Banken nach dem Ende von 2021 nicht mehr verlangen würde, Zinssätze für die Bestimmung des LIBOR anzugeben.  Die Marktteilnehmer verstanden dies allgemein so, dass der LIBOR nach 2021 nicht mehr veröffentlicht würde.  Die FCA bestätigte diese Auslegung 2018 und 2020 und bat Firmen, sich auf einen Wechsel vom LIBOR zu Ersatzreferenzzinssätzen einzustellen.

Was sind die Ersatzzinssätze?  Werden einige Interbankensätze bestehen bleiben?

Ersatzreferenzzinssätze werden eine größere Anzahl von tatsächlichen Kredittransaktionen abbilden, anhand transparenter Methoden berechnet und von den Zentralbanken oder einem von ihnen zugelassenen Verwalter verwaltet. Die Ersatzreferenzzinsen werden häufig auch als „risikofreie Zinssätze“ bezeichnet, auf Englisch „risk-free rates“ oder kurz „RFRs“.  Dies liegt daran, dass die Wiederbeschaffungssätze nicht die Beträge enthalten, die die Banken zur Deckung des Risikos der gegenseitigen Kreditvergabe berechnen.  Die meisten Ersatzreferenzzinssätze wurden von gemeinsamen Arbeitsgruppen der Marktteilnehmer und Aufsichtsbehörden bestimmt, und einige werden mittlerweile an den Finanzmärkten gehandelt.

Finanzaufsichtsbehörden haben festgestellt, dass einige Interbanken- and andere Kreditzinssätze weiter bestehen bleiben dürfen, da sie ausreichend reformiert wurden, um verlässlich zu sein.  In den meisten Fällen bestehen reformierte Zinssätze parallel zu risikofreien Zinssätzen, und die Aufsichtsbehörden empfehlen Marktteilnehmern, die einzelnen Zinssätze nach Bedarf zu verwenden (einen „Multizinsansatz“).

Unten finden Sie eine Übersicht wichtiger Interbankensätze und ihrer Ersatzreferenzzinssätze sowie bestimmter Interbankensätze, die weiter bestehen bleiben: 

 

Die obige Tabelle stellt keine vollständige Liste dar und wird nur zu Informationszwecken bereitgestellt. 

Welche Maßnahmen ergreift First Sentier Investors in Bezug auf diese Umstellung?

Wir haben ein Projektteam für die gesamte Unternehmensgruppe eingerichtet, das die Umstellung vom LIBOR auf Ersatzreferenzzinssätze überwacht und mit allen Interessengruppen unserer Organisation weltweit zusammenarbeitet.

Innerhalb unserer Fonds und Einzelmandate investieren wir in ein breites Spektrum an Finanzinstrumenten und Vermögenswerten, die mit dem LIBOR und anderen Interbankensätzen verknüpft sind oder zusammenhängen, und wir verwalten Fonds, deren Anlageziel an den LIBOR geknüpft ist.  Nach und nach müssen wir Änderungen an den Investments und Anlagezielen vornehmen, um risikofreie Zinssätze als Ersatzreferenzwert zu verwenden.  Als Manager dieser Portfolios streben wir stets Ergebnisse an, die im besten Interesse unserer Kunden liegen.

Bei der Umstellung werden wir uns an der Marktpraxis orientieren, alle geltenden Gesetze und Vorschriften beachten und relevante Leitlinien von Aufsichtsbehörden berücksichtigen.  Wir werden versuchen, die Auswirkungen auf unsere Kunden und Investoren so gering wie möglich zu halten.

Für Sie besteht kein Handlungsbedarf und wir werden Sie über alle geplanten Änderungen der Anlageziele unserer Fonds informieren, bevor diese in Kraft treten. Wir werden Sie auch über zukünftige Entwicklungen informieren, die wesentliche Auswirkungen für Sie haben könnten.

Ausführlichere Informationen über diese Umstellung können Sie in unseren FAQ nachlesen. 

Wie kann ich weitere Informationen erhalten?

Bitte wenden Sie sich an [email protected].

Ausführlichere Informationen sind auch von diesen Quellen erhältlich:

 

Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen dürfen nicht als Prognose, Research oder Rechts-, regulatorische oder Anlageberatung herangezogen werden und stellen weder eine Empfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder zum Verfolgen einer Investmentstrategie dar.  Die hier geäußerten Meinungen entsprechen dem Stand vom November 2020 und können sich den zukünftigen Umständen entsprechend ändern.

Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Meinungen wurden von Material aus eigenen und fremden Quellen abgeleitet, die First Sentier Investors für zuverlässig hält, sind nicht unbedingt vollständig und ihre Richtigkeit wird nicht garantiert.  Es kann daher keine Garantie ihrer Richtigkeit und Zuverlässigkeit gegeben werden, und es wird keinerlei Verantwortung für Fehler oder Auslassungen (auch keine Verantwortung gegenüber anderen aufgrund von Fahrlässigkeit) von First Sentier Investors, ihren leitenden Angestellten, Mitarbeitenden oder Vertretern übernommen.  Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen wie u. a. Projektionen, Prognosen usw.  Es kann nicht garantiert werden, dass die aufgestellten Prognosen eintreten. Wenn Leser dieses Material als Handlungsgrundlage heranziehen, tun sie dies nach eigenem Ermessen.

Alle Finanzanlagen bergen gewisse Risiken. Daher können der Wert von Anlagen und die Erträge daraus schwanken, und es kann nicht garantiert werden, dass Sie den ursprünglich investierten Betrag zurückerhalten.

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